Projets

Beethoven, Haydn, Brahms, Schostakowitsch, + N.N.

Trio avec piano et Lieder

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La suite romanesque op.127 de Chostakovitch pour soprano et trio avec piano combine le genre du trio avec piano avec un cycle de chansons pour former une instrumentation et une synthèse des genres. Les rêves d’amour et de peur traumatique, la réalisation de sa propre insignifiance et l’attente de la mort ne trouvent de soutien que dans la dernière chanson An die Musik, pour laquelle la instrumentations complète du trio avec piano est sauvegardée. Auparavant, les instruments alternent en dialogue avec le chanteur, d’abord en soliste, puis en duo, l’instrumentation résultant souvent du contenu des chansons. Chostakovitch combine une idée du XXe siècle – l’émancipation des instruments d’accompagnement – avec deux genres traditionnels du XIXe siècle. Un nouvel ordre entre le mot, le ton et la forme apparaît, et rappelle en même temps le familier. Ce cycle de chansons inspire un projet avec des programmes de concerts pour trio avec piano et voix: une sélection de plus de 600 arrangements de chansons folkloriques de Haydn et Beethoven, des cycles de chansons arrangées par Brahms et d’autres, et de nouvelles compositions commandées pour ce projet.

Mahler + Eötvös, Hosokawa, Currier

Le Chant de la Terre –
Dialogue des différences

Lied von der Erde de Mahler, une œuvre sur la vie et la mort, la jeunesse et la vieillesse, jour et nuit, associe la composition occidentale à un étrange paysage sonore d’Extrême-Orient. Dialogue des différents – ce thème de Mahler est au centre du projet de concert. Mahler’s Song of the Earth est juxtaposé à 3 compositions de Peter Eötövs, Toshio Hosokawa et Nathan Currier pour instruments solistes – compositions qui ont été écrites spécialement pour le projet et font référence à l’œuvre de Mahler en termes de contenu et de composition.
Dans la première partie, les solos contemporains pour les musiciens de l’Orchestre philharmonique de Berlin, dans la deuxième partie Fin de Siècle de Mahler pour 100 musiciens, interprétée par de jeunes musiciens en herbe: la structure polaire de la chanson de la terre doit être ressentie jusqu’à la conception du programme. Cela vaut également pour les sites. Une tournée à travers l’Asie et l’Europe est évidente. Malheureusement, les concerts en Chine ont dû être reportés en raison de la pandémie.
Cette série de concerts a été réalisée avec la Junge Kammerphilharmonie Berlin (organisateur et orchestre) et des musiciens de l’Orchestre philharmonique de Berlin (solistes et conférenciers).
L’ensemble du projet est conçu comme une série de concerts dans un processus ouvert; une seconde est en préparation.

3 Lieder von der Erde
für Soloinstrumente

Alle Uraufführungen sind Auftragswerke der Jungen Kammerphilharmonie Berlin im Rahmen der Konzert­reihe Das Lied von der Erde – Dialog des Unterschiedlichen nach einer Idee von Sarah van der Kemp.

Solo Englischhorn

TOSHIO HOSOKAWA:

Still ist mein Herz und harret seiner Stunde

DOMINIK WOLLENWEBER, ENGLISCHHORN SOLO

"Das Lied von der Erde ist für mich eines der wichtigsten Werke der abendländi­schen Musik. Mahler verwendet Nachdich­ tungen chinesischer Texte und komponiert so seine Sicht auf die östliche Musik. Im Schlusssatz Der Abschied findet der Weg des Menschen vom Diesseits ins Jenseits tiefen Ausdruck. In der altchinesischen Philosophie sind die Grenzen zwischen Diesseits und Jen­ seits, Traum und Wirklichkeit keineswegs klar gezogen. Aus dieser östlichen Welt­ sicht heraus betrachte ich die Musik als ein Instrument, beide Welten miteinander zu verbinden. Tatsächlich beruht meine kompositorische Arbeit auf der Überzeu­ gung, dass Musiker Schamanen sind. In dieser Solokomposition verwende ich häufig ein charakteristisches Oboen­ motiv aus dem Lied Der Abschied. Meine Musik ist eine akustische kalligraphische Linie von Zeit und Raum, und das Englisch­horn das perfekte Instrument, um diese kalligraphischen Linien und die häufig ver­ wendeten Portamenti und Appoggiaturen ausdrücken. Der Titel ist ein Zitat des Lie­des Der Abschied."

Solo Violine

PETER EÖTVÖS:

Adventures of the Dominant Seventh Chord

NURIT STARK, VIOLINE SOLO

"In der abendländischen klassischen Musik gibt es kaum einen typischeren Ak­kord als den Dominantseptakkord. Typisch ist er, weil er häufig vorkommt. Und das liegt daran, dass er eine besondere Funk­tion besitzt: nämlich die, einen Abschluss vorzubereiten. Wenn man diesen Akkord hört, kann man sicher sein, dass die Phrase abgeschlossen wird. Oder eben noch nicht! Vielleicht folgt ein sogenannter Trugschluss, der den Zuhörer schmunzelnd irreführt?

In Adventures of the Dominant Seventh Chord wollte ich niemanden in die Irre füh­ren, vielleicht nur die gute alte Dominant­septime dadurch überraschen, dass wir jedes Mal einen großen Sprung machen, wenn wir von der westeuropäischen Kultur zur osteuropäischen übergehen. Der Do­minantseptakkord bereitet einen ruhigen Abschluss vor, aber es folgt etwas ganz anderes: eine Tanzmusik in dem Stil, wie ihn die Volksmusiker in Transsylvanien zu spielen pflegen. In meinem Stück werden zwei Musik­kulturen gegenübergestellt, aber ich den­ke nicht, dass zwischen ihnen ein Konflikt besteht – bloß eine virtuelle, in diesem Fall gut hörbare Grenze. Sie sind eben un­terschiedlich. Die westliche ist komponiert und notiert und wird von den Musikern in­terpretiert. Der östliche Volksmusiker da­gegen kann meistens keine Noten lesen, er lernt nach dem Gehör und bald darauf ist es »seine Musik«.

In der transsylvanischen Tanzmusik spielt der Geiger die Hauptrolle. Er spielt die Melodie, die anderen liefern rhythmische und harmonische Elemente dazu. In den Adventures of the Seventh Chord wechseln sich schnelle und langsame Tänze ab. Da­ zwischen erscheint ziemlich häufig der Do­minantseptakkord – immer in veränderter Form. Wenn er in den Spiegel schauen wür­de, könnte er sich selbst kaum erkennen, denn seine Intervalle sind größer oder klei­ner geworden: ständige Überraschung, ein richtiges Abenteuer."

Solo Harfe

NATHAN CURRIER:

Vom Leid der Erde

Sonata for harp 
1. Der Affenmensch heult nach seinem Windgott
2. Gaia’s Abschied von ihrer irdischen Harfe

MARIE-PIERRE LANGLAMET, HARFE SOLO

"Es ist schwierig für mich, über das Lied von der Erde nachzudenken, ohne dabei auf Wesent­liches hinzuweisen: Mahler hatte ursprünglich vor, sein Werk Das Lied vom Jammer der Erde zu nennen. Der heutige »Jammer der Erde« – die Zerstörung des Planeten durch den Men­schen – ist brandaktuell und omnipräsent. Bereits als Jugendlicher hörte ich in Mah­lers Musik eine besondere Dringlichkeit, und es schockiert mich, in welchem großen Ausmaß die Zerstörung seit meiner Jugend fortgeschrit­ten ist: Die CO2­Konzentration stieg in diesem Zeitraum drastisch an: sie entspricht zwei Drittel des Ge­samtanstiegs seit Beginn der Industrialisierung (US­Klimabehörde NOAA). Heute verstehe ich diese Dringlichkeit an­ders. Ich sehe Mahlers monumentalste Werke als persönlichen Ausdruck eines Monismus nach dem Mediziner und Philosophen Ernst Haeckel (1834­1919), der die Natur pantheis­tisch, als Einheit von Materie und Geist, verstand; Ansätze, die für uns überlebenswichtig sind. Haeckel, prägte den Begriff Ökologie und beschrieb als erster Chloroplasten als in Pflanzenzellen gefangene Cyanobakterien, was zum Verständnis von Endosymbiose und kambrischer Explosion führte. Es ist von ent­scheidender Bedeutung, die Mechanismen der Selbstregulierung unseres Planeten zu ver­stehen, wobei die Rolle der Symbiose für evolu­tionäre Neuerung dafür zentral sein wird – die haeckelsche Weltsicht, der Mahler begegnete, ist heute noch aktuell.

Aus der Perspektive von Mahlers früherer 3. Sinfonie der Fröhlichen Wissenschaft, wird schnell klar: Haeckel verbreitete den Darwinis­mus in Deutschland und eben dies wurde zum Gegenstand von Mahlers 3. Sinfonie. Aber der Anstoßpunkt für den weltweiten Skandal – »Wir stammen vom Affen ab?« – fehlt in diesemWerk. Denn Mahler stellte den Ursprung des Le­bens, der Pflanzen und Tiere, der Menschheit und schließlich der Sphäre des menschlichen Geists (»Noosphäre«) und der menschlichen Liebe dar, ohne auf unsere unmittelbaren Ur­sprünge einzugehen. Wenige Monate vor der Uraufführung der Dritten Sinfonie wurde Gustav Klimts Beetho­venfries enthüllt, in dem Mahler als heroischer Ritter erscheint, der es mit dem schrecklichs­ten Sohn der Erdmutter Gaia, dem Giganten Typhon, aufnehmen muss, den Klimt brillant in einen riesigen Gorilla verwandelt. Im Lied von der Erde schließlich setzt Mah­ler den zuvor fehlenden Affen an vorderster Front in Szene, wenn dieser im ersten Lied über die Gräber der Menschen hinweg heult. Mein Stück Vom Leid der Erde greift die Stimmen von drei Tierarten auf, die an meinem Wohnort – einer Pferdefarm westlich von New York City – verbreitet sind, und bringt sie ein in einen Kontext klassischer Musik. Sie treten in der Reihenfolge ihres Erscheinens in der jeweili­gen Jahreszeit auf, um so einen Übergang vom Winter zum Frühling abzubilden. So wie das Waldhorn im Orchester die Aufgabe hat, Holz­ und Blechbläser zusammenzuhalten, spielt die Äolsharfe eine zentrale Rolle dabei, die Elemen­te miteinander zu verbinden, und vermittelt den Dialog zwischen Technik und Natur. Die Äolsharfe ist das einzige Saiteninstrument, das ausschließ­lich Obertöne spielt, und erzeugt durch Luftwirbel besondere, schwebende Klangeffekte. Ich verwende nur drei Tonvorräte: Erstens einen, den ich gerne als Mahlers »Naturakkord« bezeichne, den Moll­Septakkord mit großer Septime, den Mahler zum Beispiel im ersten Satz der 3. Sinfonie einsetzt, um die Anfänge des Lebens darzustellen; zweitens den disso­nanten Neunklang, der den Höhepunkt des ers­ten Satzes der unvollendeten Zehnten Sinfonie markiert; drittens eine pentatonische Skala.

Im letzten Winter haben große Virginia­ Uhus auf der Farm genistet, aber leider hatte ich noch nicht mit der Komposition begonnen und musste daher auf externe Quellen zurückgrei­fen. Aber die Rotflügelstärlinge und Amerikani­schen Kröten habe ich selbst auf meiner Farm und den umliegenden Feldern aufgenommen."

© Katharina Stein
Pendant les répétitions pour The Adventures avec Peter Eötvös et Nurit Stark © private
  • « Une voix avec puissance et chaleur – Sarah van der Kemp a marqué le concert en tant que soliste (…) et a fasciné avec son chant. Elle chante la partie de mezzosoprano, conserve le lied dans un registre simple avec maestria, et le protège du kitsch et d’une emphase qui serait trop triomphale. »

    [MÄRKISCHE ALLGEMEINE]

    Liszt + Wagner Lieder

Liszt, Wagner (Arrangement: Bello)

Liszt Lieder für Kammerorchester

Les transcriptions et paraphrases pour piano occupent une large place dans l’œuvre de Liszt. Il ne s’agit pas simplement d’un transfert de l’œuvre respective vers un décor de piano, mais Liszt interprète à sa manière les grandes compositions avec les structures sonores du piano.
Dans ce projet, le chemin est inverse, de la mise en piano à l’arrangement orchestré. (Arrangement: Aurélien Bello)

Franz Liszt:

Die Loreley (H. Heine)
Im Rhein im schönen Strome (H. Heine)
Ein Fichtenbaum steht einsam (H. Heine)
O quand je dors (V. Hugo)
La tombe et la rose (V. Hugo)
Mignons Lied (J.W. von Goethe)
Es war ein König in Thule (J.W. von Goethe)
J'ai perdu ma force et ma vie (A. Musset)
Ich möchte hingeh'n (G. Herwegh)
Liebestraum (F. Freiligrath)

Richard Wagner:

(Gedichte: M.Wesendonck)
1. Der Engel
2. Steh still!
3. Im Treibhaus
4. Schwerzen
5. Träume

CD Projet

László Simon en mémoire

En mémoire du pianiste László Simon, cette collection a été créée avec des enregistrements de la radio suédoise.